Ambient Waves 2019

Überraschend und futuristisch dürfte der nächtlich grün erleuchtete Glockenturm in der Barbarossastraße während des Festivals Ambient Waves vom 23. bis 25. Mai 2019 auf Passanten gewirkt haben und zahlreiche Neugierige führte er spontan zum Besuch in die zugehörige Kirche.

Doch nicht nur direkte Anwohner, sogar Gäste aus Norddeutschland, Österreich und Frankreich reisten in die Nazarethkirche in der Parkstadt Bogenhausen, um beim ersten Festival für Elektronische Musik in einer Münchner Kirche dabei zu sein. Am ersten der drei Abende führten Hans Huhle vom Münchner Musikfachhandel „just music“, sowie die Erfinder und Hersteller von elektronischen Instrumenten Dieter Döpfer, Gert Jalass, Matthias Kettner und Gerhard Mayrhofer die über 50 interessierten Besucher in einem vorbereitenden Workshop in die Technik und Funktionsweise von elektronischen Musikinstrumenten ein. Belebt von einigen spontanen musikalischen Einlagen gab es bis spät in den Abend hinein regen fachlichen Austausch und mancher Besucher kreierte mit professioneller Hilfestellung gar seine ersten eigenen elektronischen Klänge.

In den Konzertnächten am Freitag und Samstag inszenierten spektakuläre Lichtshows, eindrucksvolle Videoinstallationen von Andreas Merz und ein kolossaler Aufbau elektronischer Musikinstrumente rund um den Altar eine eindrucksvolle Kulisse. Zusammen mit den sphärischen, aber auch energisch pulsierenden Klängen der Musiker schufen sie ein Kirchenkonzert, wie es nur selten zu erleben ist. Kirchenmusiker Christian Seidler moderierte die Abende, stellte für die Zuhörer Bezüge zum Kirchenraum her und bereitete sie mit einführenden Worten auf die verschiedenen Stücke vor. Da gezielt in Printmedien, im Internet und in den katholischen Nachbargemeinden geworben worden war, fanden sich viele Musikbegeisterte in der Kirche ein. Wer indes ein rein junges Publikum beim Festival erwartet hatte, wurde überrascht. In den Bänken fanden sich Vertreter aller Altersgruppen ein. Man konnte gar Mitglieder des in der Kirchengemeinde Immanuel-Nazareth beheimateten Kreises "60+" angeregt Erinnerungen an Konzertbesuche bei "Pink Floyd" in der Jugend austauschen hören. 
Der Berliner Musiker Thorsten Quaeschning, dessen Auftritt als aktuelles Mitglied der legendären Band "Tangerine Dream" eines der absoluten Highlights des Festival darstellte, zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten und der einzigartigen Atmosphäre des Kirchenraumes. Gerne wolle er wiederkommen, ließ er die Besucher wissen und als die Veranstalter diesen am Ende "Auf Wiedersehen" sagten, schlossen sich viele Quaeschnings Worten an.

 


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